September 4, 2025

Michael Smith – ein Sioux aus Montana veränderte die indianische Filmwelt

Michael Smith (1951–2018, Fort Peck Sioux Tribe) hat dem „indi­an­is­chen“ Film eine Plat­tform gegeben und eine Aufmerk­samkeit, die dieser vorher nicht hat­te. Er hat gezeigt, dass ein einzel­ner Mann die Welt verän­dern kann: In seinem Fall die Filmwelt und das Selb­stver­ständ­nis vie­ler Indi­ge­nen in Nordamerika.

Ich hat­te im Jän­ner 2018 die Ehre und das Vergnü­gen, Michael Smith beim „Indi­an­er Inu­it – Das Nor­dameri­ka Film­fes­ti­val“ (jet­zt: “Indi­gen: Das Nor­dameri­ka Film­fes­ti­val”) in Stuttgart als ehre­namtliche Gäste­be­treuerin zu begleit­en. Während diesen Tagen hat er Zeit gefun­den, um mir von sein­er Vision, sein­er Arbeit und Erleb­nisse aus seinem bewegten Leben zu bericht­en. Dies ist seine Geschichte, so wie er sie mir erzählt hat.

Ein Sioux aus Mon­tana und die indi­an­is­che Filmwelt

Michael Smith (Fort Peck Sioux Tribe)

Michael Smith (Fort Peck Sioux Tribe)

976 grün­dete Michael Smith das „Indi­an Film Fes­ti­val“ in Seat­tle, das älteste Film­fes­ti­val, das sich den Fil­men von und mit Indi­ge­nen in Nor­dameri­ka wid­met. Daraus ging das „Amer­i­can Indi­an Film Insti­tute“ her­vor. Den Namen wählte er in Anlehnung an das „Amer­i­can Film Insti­tute“, das jährlich den „Oscar“ vergibt.

Er – ein „Sioux“ aus der Fort Peck Indi­an Reser­va­tion in Mon­tana** – lebte damals in Seat­tle, wo es eine große indi­an­is­che Com­mu­ni­ty gab.

Zu dieser Zeit sah man im Kino und im Fernse­hen West­ern­filme, in welchen Indi­an­er meist die Rolle der Bösewichte hat­ten und von bronze­far­ben ange­mal­ten Weißen dargestellt wurden.

Als Dreiundzwanzigjähriger wollte er dazu beitra­gen, dies zu ändern. Er wollte Kino über und von Indi­an­ern für Indi­an­er brin­gen. Kino, das Indi­an­er nicht zu Sta­tis­ten und exo­tis­chem Auf­putz degradiert oder bloß Ange­hörige his­torisch­er Völ­ker porträtiert. Filme, die aktuelle The­men ansprechen mit allen Mit­teln des Films – Spielfilme, Doku­men­ta­tio­nen, Kurz­filme, Ani­ma­tions­filme und Musikvideos.

Er schuf einen „alter­na­tiv­en Oscar“ des indi­an­is­chen Films – und hat die indi­an­is­che Filmwelt für immer verändert.

Woch­enend-Krieger in Alcatraz

1969 – mit 18 Jahren – nahm Michael Smith an der Beset­zung von Alca­traz teil. Die ehe­ma­lige Gefäng­nisin­sel vor San Fran­cis­co war über zwei Jahre in den Hän­den von Indi­an­ern. Let­z­tendlich wurde Alca­traz gewalt­sam geräumt.

„Indians welcome“ und „Indian Land“ haben die Besetzer 1969 auf das Hauptgebäude von Alcatraz geschrieben

„Indi­ans wel­come“ und  „Indi­an Land“ — State­ments der Beset­zer 1969 am Haupt­ge­bäude von Alcatraz

Der pos­i­tive Effekt war jedoch die medi­ale und inter­na­tionale Wahrnehmung, die sich nun auf den aktuellen Über­leben­skampf der Indi­an­er richtete. Es gelang damit, die Regierung und Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen darauf aufmerk­sam zu machen.

Manche Stämme erhiel­ten ein Stück ihrer ehe­ma­li­gen Heimat zurück, es gab mehr Gelder für medi­zinis­che Ver­sorgung und Ausbildung.

Michael hielt sich zweimal auf Alca­traz auf, das erste Mal eine Woche nach Beset­zungs­be­ginn im Novem­ber 1969. In Seat­tle studierte er und hat­te gle­ichzeit­ig einen 20-Stun­den-Job in einem Kaufhaus. In sein­er Freizeit engagierte er sich bei Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen und poli­tis­chen Organisationen.

Er betreute für eine Organ­i­sa­tion 100 indi­gene Fam­i­lien – “Stadtindin­di­an­er”*** wie er. Er besuchte die Fam­i­lien und fragte sie ganz konkret: „Was braucht ihr?“ Daraus ergaben sich viele Pro­jek­te. Er half mit bei der Organ­i­sa­tion von Ver­anstal­tun­gen zur Weit­er­gabe und Ver­mit­tlung von Wis­sen über die eigene Kul­tur. Zusät­zlich engagierte er sich bei der Vertei­di­gung und Durch­set­zung von indi­ge­nen Fis­cherei- und Jag­drecht­en rund um Seattle.

Nach Alca­traz beset­zten Indi­an­er das Fort Law­ton in Seat­tle – eine ehe­ma­lige Mil­itärkaserne. Sie forderten ein Stück Land für ein indi­an­is­ches Zen­trum. Auch da war Michael dabei.
Im Gegen­satz zu Alca­traz ver­lief diese Beset­zung erfol­gre­ich: Die „Unit­ed Indi­ans of All Tribes Foun­da­tion“ existiert dort noch heute und küm­mert sich um die Stadtin­di­an­er in und rund um Seattle.

Rück­blick­end nan­nte er sich einen „Woch­enend-Krieger“ – unter der Woche Kaufhau­sangestell­ter und Stu­dent, am Woch­enende Aktivist und im Ein­satz für seine indi­an­is­chen Mitmenschen.

Mit Chief Dan George im Kino

1972 gab es an sein­er Uni­ver­sität die „Indi­an Aware­ness Week“ – eine Woche mit Ver­anstal­tun­gen, in welchen indi­an­is­che Kul­turen und auch indi­an­is­che Filme im Mit­telpunkt standen. Bei dieser Gele­gen­heit wurde der Film „Lit­tle Big Man“ mit Dustin Hoff­man in der Haup­trol­le gezeigt.

Chief Dan George

Chief Dan George

Chief Dan George – der „echte“ Chief aus Kana­da – war dazu ein­ge­laden. Im Film „Lit­tle Big Man“ (1975) hat­te er die Rolle des Häuptlings „Old Lodge Skins“. In diesem Film waren die Indi­an­er ein­mal nicht die Bösen und sie wur­den von Indi­an­ern und nicht von bronze­far­ben ange­mal­ten Weißen dargestellt.

Michael Smith saß bei der Filmvor­führung neben Dan George. Sie teil­ten das Pop­corn und tauscht­en Kom­mentare zu dem Film aus. Sie wur­den Fre­unde und Dan George war Gast und Mit­be­grün­der des ersten Film­fes­ti­val, das Michael veranstaltete.

Von Seat­tle nach San Fran­cis­co: Die Anfänge des Indianer-Filmfestivals

1975 – als Dreiundzwanzigjähriger – organ­isierte Michael das erste Film­fes­ti­val. Er mietete dazu einen Saal in der Uni­ver­sität und zeigte 17 Filme. Er plante dies als ein­ma­liges Event und ahnte noch nicht, dass er dieses Film­fes­ti­val zum Amer­i­can Indi­an Film Insti­tute (AIFI) aus­bauen und die indi­an­is­che Welt von heute mit einem Mit­tel von heute – dem Film – nach­haltig bee­in­flussen würde.

Seine großen per­sön­lichen Helden waren Will Samp­son und Chief Dan George.
Will Samp­son spielte „Chief Brom­den“ in „Einer flog über das Kuck­uck­snest“ (1975). Hier wurde mal ein echter Indi­an­er in einer für einen Hol­ly­wood­film unüblichen Rolle gezeigt. Einer, der heute lebt, in einer „Irre­nanstalt“ unter anderen Insassen.

Bei­de – Will Samp­son und Dan George – waren nicht nur Gäste am Fes­ti­val, son­dern auch Gründungsmitglieder.

Einen Meilen­stein bei seinem Fes­ti­val bildete der Film „Wind­walk­er“. Ein Film, in dem fast auss­chließlich Indi­an­er vorkom­men, gesprochen in Cheyenne und Crow, mit englis­chen Unter­titeln. Für die Haup­trol­le war Chief Dan George vorge­se­hen. Er erkrank­te und so spielte der Englän­der Trevor Howard den „Wind­walk­er“.
Das Acad­e­my Awards Komi­tee wollte den Film für eine Oscar-Nominierung vorschla­gen – stand jedoch vor einem Dilem­ma: Filme, deren Film­sprache nicht englisch war, kon­nten nur in der Kat­e­gorie „fremd­sprachiger Film“ nominiert wer­den. Diese Filme mussten jedoch auch von dem – selb­stver­ständlich nicht-amerikanis­chen Land – vorgeschla­gen wer­den, aus dem der Film stammt. Ein Film in Cheyenne und Crow passte nicht in die amerikanis­che Filmwelt. So wurde es lei­der nichts mit der Oscar-Nominierung.

1977 über­siedelte Michael mit seinem Film­fes­ti­val nach San Fran­cis­co. Damals gab es eine große und sehr aktive indi­an­is­che Com­mu­ni­ty in San Francisco.

Nach weni­gen Jahren führte er Preisver­lei­hun­gen ein. In den besten Jahren hat­te er das Bud­get, um Preisver­lei­hun­gen als Shows nach dem Vor­bild der „Oscar“-Verleihung in Hol­ly­wood zu organ­isieren. Er zählte bis zu 5.000 Besuch­er und kaufte bei Fernse­hanstal­ten Sendezeit für die Über­tra­gung der Show.

Das Amer­i­can Indi­an Film Insti­tute (AIFI)

Michael Smith, Gründer des American Indian Film Institute (AIFI)

Michael Smith, Grün­der des Amer­i­can Indi­an Film Insti­tute (AIFI)

Das Film­fes­ti­val war zu Michaels Beru­fung und Beruf, zu sein­er Leben­sauf­gabe geworden.

Filme anse­hen und auswählen war ein Bere­ich, den er zusam­men mit einer Jury wahrnahm. Jedes Jahr wur­den um die 160 Filme ein­gere­icht, an die 80 Filme schafften es dann auch, im Rah­men des Fes­ti­vals in den ver­schiede­nen Kat­e­gorien gezeigt zu werden.

Er ließ nur Filme aus Nor­dameri­ka zu, nicht aus Hawaii. Und nur Filme über „Amer­i­can Indians“. 

Weil es auf Englisch keinen Unter­schied zwi­schen „Indi­an­er“ und „Inder“ gibt, hat­te er regelmäßig Diskus­sio­nen mit Indern, deren Fam­i­lien schon lange Zeit in Nor­dameri­ka lebten und die sich auch als „Indige­nous Indi­ans of North Amer­i­ca“ emp­fan­den.

Aber ohne das nötige Geld kein Fes­ti­val. Jedes Jahr auf’s Neue war die große Her­aus­forderung, genü­gend Geld aufzutreiben. Von der Höhe des Bud­gets hing es ab, wie viele Gäste er ein­laden, wie viel Wer­bung er machen und ob er Sendezeit bei Fernsehsendern buchen kon­nte. Manch­mal waren es nur eine Hand­voll Gäste, manch­mal bis zu 40. Manch­mal machte er eine Preisver­lei­hungsshow mit 5.000 Besuch­ern, die auf mehreren Fernsehkanälen über­tra­gen wurde, manch­mal war es nur eine kleine Show.

Die meis­ten sein­er „Klinkenputzer“-Reisen unter­nahm er mit seinem Auto. Er besuchte Reser­vate, hielt seine Präsen­ta­tio­nen ab und ver­suchte, zu überzeu­gen, wie wichtig dieses Film­fes­ti­val für das Selb­stver­ständ­nis der Indi­an­er sei. Seine Ansprech­per­so­n­en waren Stammes­räte. Viele von ihnen kon­nte er überzeu­gen, viele nicht. Manche hat­te er als jährliche ver­lässliche Spon­soren gewon­nen. Stammes­räte wer­den alle paar Jahre neu gewählt und so manch­er Führungswech­sel brachte neue Überzeu­gungsar­beit mit sich.

Das AIFI Trib­al Tour­ing Program

Zusät­zlich zu dem ein­mal im Jahr statt find­en­den Fes­ti­val in San Fran­cis­co organ­isierte er seit 2001 das „AIFI Trib­al Tour­ing Pro­gram“. Damit kamen er und seine Helferin­nen und Helfer direkt in Reser­vate. Alles was man braucht, um Filme zu pro­duzieren und Filme zu zeigen, hat­ten sie im Gepäck. Das war ein­er­seits eine Art mobiles Fes­ti­val, das Kino „von Indi­an­ern für Indi­an­er“ direkt in die Reser­vate brachte. Dor­thin, wo es vie­len unmöglich war, eine Reise nach San Fran­cis­co zu unternehmen.

Zusät­zlich gab es zehn­tägige Work­shops für Dreizehn- bis Zwanzigjährige. Die Jugendlichen lern­ten gemein­sam die Grund­la­gen der Filmher­stel­lung. Sie erhiel­ten dann die Möglichkeit, ihre fer­ti­gen Werke beim großen Fes­ti­val in San Fran­cis­co zu präsentieren.

Michael Smith verän­derte die indi­an­is­che Filmwelt nachhaltig

Die Saat, die er säte, ging auf. Durch seine Arbeit pflanzte er in das Bewusst­sein vie­ler junger Indi­an­er die Idee, dass Film eine Möglichkeit ist, sich auszu­drück­en, sich sicht­bar zu machen, der eige­nen Gemein­schaft, den eige­nen Geschicht­en und Anliegen ein Bild und eine Stimme zu geben.

Heute gibt es eine bunte vielfältige Film­land­schaft des „indi­ge­nen Films“ in Nor­dameri­ka. Die Band­bre­ite geht von ein­fachen bis zu hoch pro­fes­sionellen Fil­men in „Hollywood“-Qualität. Spielfilme, Kinder­filme, Doku­men­ta­tio­nen, Ani­ma­tions­filme und Musikvideos – alle Gen­res sind vertreten.

Die Pläne des Amer­i­can Indi­an Film Insti­tutes für die Zukunft

Während es in den Anfangs­jahren in San Fran­cis­co noch eine große indi­an­is­che Com­mu­ni­ty gab und sein Pub­likum haupt­säch­lich Indi­an­er waren, änderte sich das mit den Jahren. Das Leben in San Fran­cis­co, vor allem die Mieten, wur­den immer teur­er. Viele Indi­an­er ver­ließen die Stadt. Während früher ganze Fam­i­lien Besuch­er des Fes­ti­vals waren, kon­nten es sich viele nicht mehr leis­ten, zum Fes­ti­val mit der ganzen Fam­i­lie in die Stadt zu kom­men. So waren es mit der Zeit mehr Weiße, die sein Fes­ti­val besucht­en und immer weniger Indianer.

Er wollte das Fes­ti­val wieder zurück nach Seat­tle ver­legen und in San Fran­cis­co nur mehr ein kurzes Fes­ti­val ver­anstal­ten. Denn während in San Fran­cis­co die indi­an­is­che Com­mu­ni­ty klein­er gewor­den ist, ist sie in Seat­tle angewach­sen. Er wollte immer „Kino von und für Indi­an­er“ zeigen und das war in San Fran­cis­co nicht mehr möglich.

Michael Smith und „Indi­an­er Inu­it: Das Nor­dameri­ka Filmfestival“

Im Jän­ner 2018 war Michael Smith Ehren­gast in Stuttgart beim Film­fes­ti­val „Indi­an­er Inu­it: Das Nor­dameri­ka Film­fes­ti­val“.

Sonja Schierle, Gunter Lange, Mike-Smith, „Indianer Inuit: Das Nordamerika Filmfestival“, Stuttgart 2018

Son­ja Schier­le, Gunter Lange, Mike-Smith, „Indi­an­er Inu­it: Das Nor­dameri­ka Film­fes­ti­val“, Stuttgart 2018

Gunter Lange – einer der Grün­der und der kün­st­lerische Leit­er dieses Film­fes­ti­vals – war als junger Mann viele Monate lang Mitar­beit­er von Michael. Bei­de hat­ten die Idee, diese Art von „Indianer“-Filmfestival auch nach Europa zu bringen.

So fand dieses Film­fes­ti­val ab 2004 alle zwei Jahre statt – im Jän­ner 2018 zum siebten Mal. Mit jedem Mal steigen die Besucherzahlen und die Medienaufmerksamkeit.

Von Alca­traz bis Stand­ing Rock

Ins­ge­samt war Michael vier­mal beim Film­fes­ti­val in Stuttgart dabei. 2018 mod­erierte er einige Filme, die ihm am Herzen lagen. So erzählte er nach der gezeigten Doku­men­ta­tion über die Stand­ing-Rock-Bewe­gung kurz etwas über seine Erleb­nisse auf Alca­traz und den indi­an­is­chen Wider­stand des 20. Jahrhun­derts, der daraus her­vor ging und 2016 in Stand­ing Rock mün­dete, wo sich tausende Indi­gene und Nicht-Indi­gene gemein­sam gegen den Bau der Dako­ta Access Pipeline einsetzten.

Michael Smith wurde 66 Jahre alt. Am 14. Feb­ru­ar 2018 erlag er einem Herz­in­farkt.
Was mit 17 Fil­men beim ersten Film­fes­ti­val in kleinem Rah­men begann, endete für ihn nach über 3.100 gezeigten Fil­men in 42 Jahren. 

Michael hat vie­len Indi­ge­nen Nor­damerikas gezeigt, dass das Medi­um Film eine Möglichkeit ist, sich auszu­drück­en, sich zu zeigen, sich sicht­bar zu machen, ihrer Botschaft ein Gesicht und eine Stimme zu geben. Und er hat mit sein­er Arbeit vie­len Indi­an­ern das Bewusst­sein ver­mit­telt: „Wir sind immer noch hier, wir sind stark, wir sind schön und wir haben etwas zu sagen!“

Seine warme Stimme, sein fein­er Humor und seine her­zliche Präsenz wer­den mir unvergessen bleiben.

Ange­li­ka Froech


Fußnoten:

* Ich ver­wende in diesem Artikel bevorzugt das Wort „Indi­an­er“ anstelle des derzeit gebräuch­lichen „Indi­gene“, da Michael Smith mir gegenüber auch stets „Indi­ans“ und nicht „Indige­nous“ ver­wen­dete.

** In der „Fort Peck Indi­an Reser­va­tion“ leben Assini­boine, Dako­ta und Nako­ta; Web­site: www.fortpecktribes.org

*** Viele Indi­gene Nor­damerikas wur­den ein­er­seits durch die „Indi­an ter­mi­na­tion pol­i­cy“ der 1940- bis 1960iger Jahre in die Städte gedrängt, andere flüchteten aus den Reser­vat­en mit deren prekären und per­spek­tivlosen Sit­u­a­tio­nen. Manche sind auch Nachkom­men der Völ­ker, die auf dem Gebi­et lebten, bevor eine Stadt ent­stand. “Stadtin­di­an­er“ / „urban Indi­ans“ kön­nen nicht auf die (meist min­i­male) soziale und medi­zinis­che Ver­sorgung der Reser­vate zurück­greifen und sie sind noch immer Diskri­m­inierun­gen aus­ge­set­zt.
Ein Artikel von „Indi­an Coun­try Today“ zu dem The­ma:
https://indiancountrymedianetwork.com/news/opinions/invisible-urban-indians/
Ein Artikel auf Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Urban_Indian


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